Taiji in Wien

Taiji bedeutet "äußerste Gegensätze" und folgt der daoistischen Philosophie der Harmonie von Yin und Yang.  Als Taiji Quan zählt es zu den inneren Kampfkünsten.  Nicht Körperkraft, sondern koordinative, motorische und empathische Fähigkeiten stehen im Vordergrund.

Als effektive Form der Selbstverteidigung eignet sich Taijiquan auch für ältere und eher unsportliche Personen. Aber seine Bedeutung geht weit darüber hinaus.

Taijiquan wirkt entspannend, reduziert Stress, fördert auf vielfältige Weise die Gesundheit und schult Balance, Motorik und Zentrierung, wodurch es auch von Leistungssportlern als Ergänzung eingesetzt wird.

Seiteninhalt

Unter den zahlreichen Taijisystemen ist der Yangstil wahrscheinlich der am weitesten verbreitete: effektiv als Kampfkunst, leicht zu erlernen und insbesonders als gesundheitsförderndes Bewegungssystem wertvoll.

Der Ursprung des Taiji liegt in der daoistischen Philosophie und der Kampfkunst der Wudangberge.

Taiji Kurse in Wien

Alter Yangstil:

 

Für alle sanften Krieger, Sportler, Tänzer, Senioren, Gestressten, Manager...

Einstieg jederzeit möglich.

Rooting, Balance, Energiearbeit, Technik, Anwendung, Meditation, Philosophie... Hier erhältst du eine Einführung in das Taijiquan, die über bloßes Formenüben hinausgeht.

Natürlich kommen auch die Formen nicht zu kurz.Zum Einstieg werden wir mit einer sehr einfachen Form die 13 Grundlagen des Taiji erarbeiten.   Danach lernen wir eine Einzel- und eine Partnerform des Alten Yangstil kennen, mit der wir uns uns  am internationalen Reglement zur Ausbildung von Taiji-Lehrern orientieren .

Montag 19:00 - 20:30 (Anfänger und Fortgeschrittene)

Ort: 1130 Wien, Amalienstraße 31-33,

Turnsaal rechts (Top 18), bei U4 Ober St.Veit

Taiji +taiji schwert

Für Ambitionierte, für Anfänger und Fortgeschrittene

Einstieg wieder ab 26.Februar 2020.

Mit einer einfachen Form erarbeiten wir uns die 13 Basics des Taiji. Die ersten Wochen laufen somit parallel zum Montagkurs, womit Anfängern ermöglicht werden soll, sich die Grundlagen rasch anzueignen. Danach greifen wir zum Schwert. 

Mittwoch 19:00 - 20:30 (Anfänger und Fortgeschrittene)

Ort: 1130 Wien, Amalienstraße 31-33,

Turnsaal rechts (Top 18), bei U4 Ober St.Veit

Wudang Taiji - Kurse im Daoistischen Zentrum

Einführung und Kursbeginn: 15.November 2019

Taijiquan hat seinen Ursprung in den daoistischen Klöstern der Wudangberge. Die Philosophie von der Harmonie der äußersten Gegensätze (Tai Ji) liegt dieser Kampfkunst zugrunde. Fülle und Leere wechseln einander ab, Weichheit und scheinbares Nachgeben besiegt starre Kraft. Doch um dahin zu gelangen, muss man lernen das Qi, die Energie , zu beherrschen. 

Meditation, Atmung, Technik und Anwendung begleiten die klassische Form mit 64 Bewegungen, angelehnt an die 64 Hexagramme des Yi Ging. 

Kurs: Freitag, 18:00 - 20:00

Ort: 1090 Wien, Ingen-Houszgasse 4, nahe U4 Station Friedensbrücke.

 

Was ist TAIJI ?

 

Philosophie

Genau genommen bezeichnet Taiji die daoistische Philosophie von der Harmonie der Gegensätze. Diese ist nicht nur Teil des daoistischen Schöpfungsmythos, sondern findet sich ebenso in der Betrachtung der Natur, in den Lebensweisheiten und eben in der Kampfkunst wieder. Nur wenn der Taiji-übende diese Philosophie verinnerlicht, kann er seine Kampfkunst perfektionieren.

 

Meditation

Taiji wird auch als bewegte Meditation bezeichnet. Tatsächlich steht zu Beginn der Wudangform eine unbewegte Phase - das Wuji - während der der Geist den Körper durchdringt und die Energiefelder öffnet, um schließlich universelle Energie aufzunehmen.

Beim Durchlaufen der Taijiformen wird dieser meditative Zustand teilweise beibehalten. 

Dadurch entsteht ein Zustand der Entspannung, der sich auch neurophysiologisch messbar durch eine Verschiebung der Gehirnaktivität in Richtung Alpha- und Thetawellenaktivität darstellen lässt. Man fühlt sich nicht nur nach der Taijiübung entspannter, man lernt auch,

sich in anderen Situationen rascher zu entspannen. 

 

Energiearbeit

Meditation und Philosophie des Taiji hilft uns, unsere Energie im Körper fließen zu lassen. Hier bedarf es aber auch sehr viel Übung, man spricht von drei Jahren, bis sich der Körper

soweit umgestellt hat, dass der Übende die eigene Energie tatsächlich leiten kann. Hierzu kann auch Qigong helfen. Beherrscht man nun die eigene Energie, geht es darum, sie im Kampf einzusetzen, die Energie des Gegners zu kontrollieren, oder aber auch Waffenformen zu üben, um sie in die Waffe zu übertragen. Im Übrigen fließt hier auch sehr viel Physik ein. Wer seine eigene Energie spürt und beherrscht, findet z.B. automatisch den optimalen Schritt, die optimale Standfläche, um einem Druck oder Zug leicht zu widerstehen (bzw. ihn abzuleiten). Energiearbeit wird im Taiji vielfach geübt, durch Fang Song (Entspannung), Tui-Shou aber auch schon durch die einfachen Basisbewegungen (Gongfa) und das meditative Formenlaufen. 

 

Kampfkunst

 

Dies alles führt uns nun zur Kampfkunst. Taijiquan ist eine motorisch sehr anspruchsvolle Sportart, verlangt aber nur wenig Kraft. Dadurch ist es komplexer zu erlernen, wie andere Kampfsportsysteme, aber dafür auch für ältere und weniger sportliche Personen als Selbstverteidigungssystem geeignet - wurde es ja gerade für diese ursprünglich entwickelt. Optimaler Energieeinsatz, Empathie und durch Rooting erlangte Stabilität ersetzen rohe Kraft. 

Viele Personen üben jedoch Taiji aus rein gesundheitlichen Aspekten und legen keinen Wert auf den Aspekt der Selbstverteidigung, anderen ist gerade dieser wichtig. 

In unseren Kursen steht es euch frei, am Kampfkunsttraining teilzunehmen, oder in dieser Zeit weiter Technik/Formen zu üben.

Taiji für Gesundheit und Lebensqualität

 

Was eigentlich ein Nebeneffekt der Kampfkunst war, ist heute für viele Taiji-Übende die zentrale Motivation: Die positiven Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität. Diese sind seit einigen Jahrzehnten auch Objekt zahlreicher Untersuchungen. R. JAHNKE, L. LARKEY, C. ROGERS, J. ETNIER und F. LIN listen in einer Untersuchung 77 relevante Artikel in wissenschaftlichen Datenbanken auf. (Am Journal of Health Promotion. 2010 Jul-Aug;24(6):e1-e25. doi: 10.4278/ajhp.081013-LIT-248.) Insbesondere beschäftigen sie sich mit neun Kategorien: Knochendichte, kardiopulmonare Effekte, Physische Funktion, Stürze und damit verbundene Risikofaktoren, Lebensqualität, Selbstvertrauen, Patientenberichte, Psychologische Symptome und Immunfunktion. Dabei zeigen sich ind den Forschungsergebnissen eine Reihe gesundheitsfördernder Faktoren bei Taiji Quan. Im Folgenden wird eine kurzer Auszug aus diesen und aus moderneren Studien gezeigt: 

Taiji entspannt:

Dieser Effekt des Taijiquan ist vermutlich der erste, den die Übenden erfahren, sobald sie in ihrer Technik und Form sicher sind. Dies manifestiert sich auch im EEG, in dem nach einer Taiji Klasse erhöhte Theta Aktivität festzustellen ist. Eine Untersuchung des Medizinischen Instituts der Universität Miami (USA) zeigte neben diesem Effekt auch eine Abnahme der Anspannung, eine leichte Erhöhung der Herzfrequenz, wie sie bei moderater Bewegung zu erwarten war, und eine Verbesserung der Leistung bei mathematischen Berechnungen, welche vermutlich auf den Entspannungseffekt zurückzuführen ist. (T. FIELd, M. DIEGO, M. HERNANDEZ-REIF, Tai chi/yoga effects on anxiety, heartrate, EEG and math computations.)

Taiji kann die Hirnfunktion verbessern

Taijiquan kann die menschliche Gehirnstruktur und -funktion aufrecht erhalten und verbessern. Zu dieser Schlussfolgerung kommt eine Forschergruppe der chinesischen Akademie der Wissenschaften in einer randomisierten Studie an Personen mit einem Durchschnittsalter von ca. 54-56 Jahren, die unter dem Titel: "Can Taiji Reshape the Brain" 2013 online publiziert wurde.

Taiji kann die körperliche Leistungsfähigkeit verbessern

Eine Studie an Frauen mittleren Alters zeigte, dass Frauen mit einer längeren Taiji Praxis  eine höhere körperliche Fitness aufweisen als Anfängerinnen. (Y. LIU, K. MIMURA, L. WANG, K. IKUDA, Physiological benefits of 24-style Taijiquan exercise in middle-aged women.)

Taiji kann den psychosozialen Status älterer Personen verbessern

Eine Studie der Stanford Universität Kalifornien untersuchte die Auswirkung eines intensiven 12 wöchigen Taiji Trainings (mit 3 Einheiten/Woche) auf den psychosozialen Status älterer Personen, die ein Risiko zu Herz-Kreislauf Erkrankungen (z.B. Raucher) in sich trugen. Es zeigte sich eine signifikante Verbesserung aller Maße des psychosozialen Status, der Gemütslage und eine deutliche Reduktion der Streßwahrnehmung. Die Teilnehmer fühlten sich auch besser sozial unterstützt und ihr Selbstbewusstsein in Bezug auf die Überwindung von Barrieren, Taiji auszuüben, stieg deutlich an. RE TAILOR-PILIAE, WL HASKELL, CM WATERS, ES FROELICHER, Change in perceived psychosocial status following a 12 week Tai Chi exercise programme, Journal of Advanced Nursing, 2006 May, ; 54(3), 313-29 

Taiji reguliert den Blutdruck und senkt die Cholesterinwerte

Durch die Entspannung, die während der Übung eintritt, wird vor allem Bluthochdruck vorgebeugt, bzw. kann er reduziert werden. Diese subjektive Wahrnehmung von Taiji Ausübenden wird durch zahlreiche Studien belegt. Außerdem senkt Taiji Blutfette und Cholesterinwerte. >> mehr dazu.

Taiji kann die Immunitätslage und allgemeine Gesundheit verbessern

Eine Studie sollte den Effekt von Taiji Quan auf das Varicella-Zoster-Virus (VZV, verursacht Windpocken und Gürtelrose) und auf allgemeine Gesundheitsfunktionen älterer Menschen untersuchen: Das Ergebnis: Taiji steigerte die zellvermittelte Immunität gegen VZV allein ebenso stark wie die Impfung. Beide Effekte waren additiv. Außerdem verbesserte sich die körperliche Funktion, Vitalität, geistige Gesundheit und Schmerzen durch Taiji signifikant. 

MR IRWIN, JL PIKE, JC COLE, MN OXMAN, Effects of a behavioral intervention, Tai Chi Chih, on varicella-zoster virus specific immunity and health functioning in older adults.

Taiji kann bei Typ 2 Diabetes helfen.
Taiji fördert die Balance

Taiji Quan verbessert Flexibilität und Balance. Meiner Meinung nach ist dies einer der wichtigsten Aspekte des Taiji Quan, denn damit trägt es zur Sturzprävention älterer Menschen bei und kann so Leben retten:  Denn Stürze sind die Hauptursache für traumatische Todesfälle älterer Personen. Untersuchungen an dieser Personengruppe haben schon nach 12 Wochen eine deutliche Verringerung des Sturzrisikos (31% gegenüber 50%) und nach einem Jahr eine Verringerung des Sturzrisikos um 43%  ergeben. Unter diesem Aspekt wird es auch als begleitende Therapie bei Parkinson und zur Rehabilitaion nach einem Schlaganfall empfohlen.    mehr dazu und >> mehr dazu

Taiji fördert das Selbstbewusstsein betagter Menschen

Zwei Studien, die an Senioren (Durchschnittsalter 80 Jahre) durchgeführt wurden, belegen ebenfalls eine Verbesserung der Balance, Kraft und Standfestigkeit durch Taiji, wobei sich diese Effekte bereits nach zwei Monaten einsetzt (bei drei Kursen pro Woche), noch wichtiger erscheint dem Studienführer aber die dadurch wiedergewonnene Selbstsicherheit der Senioren bei alltäglichen Verrichtungen. >> mehr

Taiji unterstützt die Parkinsontherapie

Intensives Üben der sanften Bewegungsform fördert Beweglichkeit, Gleichgewicht und Körperhaltung. Dadurch wird es zu einer sinnvollen Trainingsform für Parkinsonpatienten zur Aufrechterhaltung ihrer Mobilität. >> mehr.

Taiji fördert die Rehabilitation bei Schlaganfall

Taiji und Qigong sind motorisch anspruchsvolle Sportarten. Dadurch helfen sie, das durch den Schlaganfall gestörte neuronale Netzwerk wieder aufzubauen. >> mehr.

Taiji lindert Arthroseschmerzen

In den 2014 veröffentlichten Leitlinien der Internationalen Arthrosegesellschaft OARSI (Boston) wird Taiji als Bewegungsmaßnahme ausdrücklich empfohlen. In einer verblindeten Studie zeigte sich Taiji ebenso erfolgreich in Bezug auf Schmerzreduktion und Gelenkfunktion. Da mit Arthrose oft auch Depressionen einhergehen wurde auch dieser Aspekt untersucht.Hier zeigte sich Taiji der Physiotherapie überlegen. > mehr

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